Als ich vor einigen Jahren begann, als Bestatterin und Trauerbegleiterin in Berlin zu arbeiten, war mir nicht bewusst, wie tief mich das Thema „Sterben und Tod“ letztlich mit dem Leben konfrontieren würde. Ich wusste nur, das ich dem, was an Angeboten für Bestattungen größtenteils sichtbar ist oder gerade nicht sichtbar wird, etwas dazustellen wollte. Etwas, was Menschen hilft, die Zeit des Bestattens liebevoll und schön zu gestalten, damit sie bewusst erlebt werden kann – mit allen Herausforderungen, die diese Zeit mit sich bringt.

Dieser BLOG soll Menschen Ratgeber sein und  Mut machen, sich dem Thema Tod mit seinen vielen Seiten anzu nähern, und die Angst die er auslöst, Schritt für Schritt umarmen zul lernen. Vielleicht kann sie so über die Zeitein wenig schmelzen und unsere dahinter wohnende Lebendigkeit wieder spürbar machen. Denn die Angst vor dem eigenen Tod spiegelt sich in der Angst vor dem Leben.

Mein Anliegen ist es die Irrtümer und Illusionen über den Tod anzusprechen zu durchleuchten und die Wahrheit ans Licht zu heben, denn die Wirklichkeit selbst fügt uns nicht unser Leid zu, es sind unsere Gedanken über das, was ist.

Letztlich sterben wir jeden Tag ein Stück – ohne es zu bemerken. Oft verhindern wir jedoch neue  Erfahrungen, verhindern uns wirklich selbst zu sein, weil wir aus unseren alten Konditionierungen heraus instinktiv spüren, das etwas in uns zugleich sterben würde. Darf das sein?