Wandelzeit-Bestattungen
Anja Beitz
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 Trauerbegleitung Berlin Prenzlauer Berg + Pankow

 

Alles braucht seine Zeit, auch ein Abschied.

Ein Abschied ist ein Weg mit vielen Stufen und durch verschiedene Trauerphasen hindurch. Jeder Mensch geht diesen Weg ganz individuell und die verschiedenen Phasen wechseln in unterschiedlicher Weise und Intensität. Es ist gut das zu wissen, um die Angst davor zu verlieren.

Trauern ist mit vielen oft wechselnden Gefühlen wie Wut, Angst, Einsamkeit und Gedanken der Perspektivlosigkeit, der Verwirrung, der Hilflosigkeit oder auch dem Nicht-fühlen-können verbunden. Das Leid, das wir erleben, entsteht oft durch unsere Bewertung über das, was ist. Oft verwechseln wir es mit Schmerz, der zum Leben dazu gehört.

Körperliche Symptome wie Rückenschmerzen, Depression, Schlaflosigkeit o.a. weisen uns häufig darauf hin, das Schmerz erzeugende Gedanken und verdrängte Emotionen im Hintergrund wirken. Dann ist es Zeit, sich ihrer Quelle zu widmen.

Und dann ist da noch unsere Vergangenheit. Sie ist vergangen, doch wir alle tragen ungelöste Themen in uns. Durch den Tod eines nahen Menschen brechen Wunden, die nicht verheilt sind wieder auf und Gefühle, die noch nicht integriert sind, werden durch unsere Dünnhäutigkeit an die Oberfläche gespült. Das Wissen darum kann helfen, die Schwere, die oft einzig dem Abschied zugeschrieben wird, leichter werden zu lassen.

Dazu dürfen wir uns die Frage stellen: Wie viel Zeit habe ich zu Lebzeiten mit meinem Verstorbenen ganz konkret verbracht? Wie viel Zeit ohne ihn? Wie habe ich ohne ihn gelebt? In Wochen, Monaten, Tagen, Stunden… Und darf mir diese Lebenszeiten einmal ganz nüchtern neben den Gedanken – ohne den anderen nicht leben zu können – stellen.

Nicht immer haben wir zu Lebzeiten mit dem Verstorbenen alles kommuniziert, geklärt und gelöst. Es hilft, wenn Sie sich Zeit nehmen, all das auf ein Blatt Papier zu bringen. Aus der Entfernung, die dadurch entsteht, können neue Sichtweisen dazu auftauchen.

Gerade unsere unsicheren Seiten werden jetzt fühlbarer. Das ist nicht falsch. Unsicherheit ist im Gegensatz zu dem, was uns die Welt vermittelt, unser natürlicher Zustand. Sicherheit ist kein Aspekt des Seins sondern des Verstandes. So verpassen wir oft mit dem zu sein, was jetzt ist, leben in der Zukunft und in der äußeren Welt. Dies führt zu innerer Leere, die wir als erstes fühlen, wenn wir durch den Tod eines nahen Menschen auf uns zurückgeworfen sind. Diese Leere ist ungewohnt, doch wir können allmählich den Widerstand gegen sie aufgeben, Schritt für Schritt und uns selbst wieder in den Mittelpunkt unseres Seins stellen.

Und die Liebe zu ihrem Verstorbenen?

Für viele Menschen fühlt es sich so an, als wäre ihre Liebe zu ihrem Verstorbenen tot, weil diese Liebe mit dem toten Körper verwechselt wird. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Liebe ist die unsterbliche Essenz, die alles im Kosmos verbindet und durchströmt, auch uns selbst. Die Liebe selbst, nicht der Abschied – führt durch den Trauerprozess. Wir müssen niemanden endlich loslassen, so wie es uns vielleicht Menschen unserer Umgebung mitteilen, um uns zu helfen, wieder mehr Lebensfreude zu erfahren. Hören Sie damit auf, ihren verstorbenen Menschen loslassen zu müssen. Lassen sie alles so, wie es sich zeigt, es ist jetzt erst einmal, in diesem Moment, genau so und nicht änderbar. Aus dieser Haltung wird es sich verändern.

Bei all dem, was Sie jetzt bewegt, unterstütze ich Sie gern in Einzelsitzungen. Das Ehrliche Mitteilen nach Gopal ist dafür ein sehr heilsames Werkzeug.

Im TRAUERCAFE biet ich 1x im Monat einen geschützten Raum, in dem Sie mit anderen Trauernden all das teilen können, was Sie bewegt, auch das Sprachlose.

Mehr über meine Begleitung und weitere heilsame Werkzeuge in Zeiten von Trauer gibt es hier: www.wandelzeit-begleitung.de/trauerbegleitung