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Ähnlich wie bei einem Unfall, haben wir keine Chance, das Lenkrad herumzureißen. Es geschieht, wir verlieren die Kontrolle. Unmittelbar brechen jetzt unsere Emotionen (ein Gemisch aus Gedanken, Körperempfindungen und Gefühlen) aus dem Unterbewussten aus und verschmelzen im Innen. Unser System will uns vor der Leere (unserer größten Angst, auch als Todesangst wahrgenommen) schützen.

Stress, Erschöpfung, starke Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gedankenkreisen, Unkonzentriertheit sind sehr häufig für Menschen im Abschiedsprozess die Symptome, die erkennen lassen, das unser System jetzt ein Notprogramm fährt. Das ist deshalb so, weil wir nicht wie bei einem Unfall, im Krankenhaus versorgt werden und uns all dem hingeben können. Im Gegenteil. Wir machen (meist) weiter wie bisher und habe zusätzliche harte Aufgaben. Papiere sortieren, die Bestattung denken, Anträge stellen, Häuser ausräumen, Kindertränen trocknen …

Alles ist zu viel. Und weil wir so konditioniert sind, machen wir im Außen weiter. Wir schützen uns vor dem, was Innen geschieht, in dem wir im Widerstand sind.