Anja Beitz
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Philosophie

Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte, wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: „Es ist verschwunden.“
Verschwunden wohin?

Verschwunden aus meinem Blickfeld – das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war, als ich es gesehen habe.
Das es immer kleiner wird und völlig aus meinen Augen verschwindet ist in mir,
es hat mit dem Schiff nichts zu tun.

Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben mir sagt, es ist verschwunden,
gibt es andere, die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig aufschreien: „Da kommt es!“

Das ist sterben.   (Charles Henry Brent)


Ich gehöre keiner Religion an.
Ich fühle mich verbunden mit einer lichtvollen Essenz die alles durchdringt und belebt. Ich fühle mich in Kontakt mit einer Welt, die wir nicht mit den äußeren Sinnen erfassen können und sich der Logik unseres Verstandes entzieht. Unser Herz ist die Brücke dafür: zwischen Oben und Unten, Innen und Außen.

Ich erfahre das Leben im immerwährenden Wandel –  in Phasen des Kommens, Werdens und Vergehens. Alles hat seine Zeit. Nichts bleibt. In den Jahreszeiten können wir dieses Gesetz besonders deutlich wahrnehmen. So wie im Herbst die Blätter fallen und zu Erde werden, so erlebe ich den Tod: als Ablegen unseres Körpers, als Rückgabe an die Erde.

Bevor wir geboren werden, bauen wir mit Hilfe der gesamten Schöpfung, durch die Vereinigung unserer Eltern und aus allen Elementen der Erde diesen physischen Körper auf. Ganz licht und rein ist er zur Stunde der Geburt und wir werden von unserer Umgebung liebevoll empfangen. Im Laufe unseres Lebens bearbeiten wir diesen Körper durch unsere Ideen, Impulse, unsere Gedanken und deren Gefühle und durch die Liebe, die wir sind. Am Ende unseres Lebens, wenn der physische Körper uns nicht mehr dient, wenn wir unsere Erfahrungen gesammelt haben, kehren wir dorthin zurück, woher wir einst kamen, in die formlose Dimension. Den Körper geben wir nun der Erde zurück.

Den Tod erlebe ich wie ein Tor in die andere Lebensform. Er ist nicht das Ende von Leben, er ist Gegenteil von Geburt.

Für unsere äußeren Sinne sind diese Phänomene nicht sichtbar. Alle Materie erscheint unserem Auge fest und ist doch verdichtete Energie.
Eine bestimmte Farbe können wir nur wahrnehmen, weil es auch andere Farben gibt.

Das Vergängliche können wir nur wahrnehmen mit dem Unvergänglichen, sonst wäre es nicht wahrnehmbar.
So wird deutlich, das wir Bewusstsein sind, das selbst nicht wahrnehmbar ist.